Vegetationsbrand Übung KFB Peine

Thomas Sudhoff • 1. Oktober 2018

#Einsatzübung Vegetationsbrand der KFB Peine

Kreisfeuerwehrbereitschaften werden angefordert, wenn in anderen Landesteilen Großschadenslagen herrschen und die eigenen Einsatzkräfte aus- oder abgelöst werden müssen.

So wie zurzeit im Rahmen des Moorbrandes im Bereich von Meppen.

 

Vorteilhaft für die Einsatzkräfte ist in diesen Fällen, die Topografie des Einsatzgebietes zu kennen oder in derartigen Bereichen schon einmal gewesen zu sein und sich mit den jeweiligen Geländeeigenschaften auseinandergesetzt zu haben. Nicht jeder „Flachländer“ hat schon mal die Harzer Berge erklommen und die Eigenschaften der Höhenlagen kennengelernt.

 

Aus diesem Grunde hat die Kreisfeuerwehrbereitschaft West aus Peine, die über einen Fachzug Wassertransport verfügt, an uns die Anfrage gestellt, im Rahmen von Übungen die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung im Gebiet des Oberharzes trainieren zu dürfen.

 

Natürlich haben wir die Anfrage und Herausforderung gerne angenommen, für die Kameradinnen und Kameraden aus dem Landkreis Peine zwei Übungen an unterschiedlichen Standorten im Bereich der Bergstadt Wildemann vorzubereiten, bei denen unterschiedliche taktische und technische Fähigkeiten gefordert sind.

 

Durch die Übungen sollten die Fähig- und Fertigkeiten im Hinblick auf die speziellen Anforderungen der Vegetationsbrandbekämpfung optimiert werden. Gleichzeitig förderten die gemeinsamen Übungen den Austausch zwischen den einzelnen teilnehmenden Ortsfeuerwehren aus dem Landkreis Peine und dem Stadtverband Clausthal-Zellerfeld sowie dem Stadtverband Langelsheim (Lautenthal) und Goslar (Hahnenklee-Bockswiese). Das eingeplante Tanklöschfahrzeug aus Bad Grund konnte an den Übungen leider nicht teilnehmen, da eine Anforderung aus Meppen vorlag und eine Abordnung/Abfahrt noch am selben Nachmittag erfolgte.

 

In der ersten Übung sollte vorrangig der Ringverkehr geübt werden, während in der zweiten Übung die besonderen Herangehensweisen bei engen und schwer befahrbaren Waldwegen unter Durchführung eines Tankpendelverkehrs als Übungsziel definiert wurden.

 

Nach dem Eintreffen der Einheiten aus Peine am Samstagvormittag gegen 08.00 Uhr ging es in das erste Übungsgebiet im Bereich der „Spiegeltaler Teiche“. Am Bereitstellungplatz „Knüppelweg“ erfolgte das Briefing der Führungskräfte durch den Übungsleiter Patrick Sudhoff.

Eigene Lage:

Der Fachzug „Wassertransport“ der Kreisfeuerwehrbereitschaft Peine wurde aufgrund anhaltender Trockenheit und einer Vielzahl von Vegetationsbränden in das Einsatzgebiet „Clausthal-Zellerfeld“, Einsatzabschnitt „Wildemann“ gerufen. Dem Fachzug werden die Einheiten des Stadtverbandes Clausthal-Zellerfeld FL GS 14-21-44 (TLF 3000/OF Wildemann), FL GS 14-21-40 (TLF 3000/OF Clausthal-Zellerfeld) und FL GS 14-22-41 (TLF 16-24/OF Altenau) zugeordnet.


Schadenslage Übung 1:

Im westlichen Bereich der Spiegeltaler Teiche kam es zu einem Vegetationsbrand mit einer Fläche von 5 ha. Es besteht die Gefahr der weiteren Brandausbreitung in den südlichen Bereich, der aufgrund des Bewuchses leicht entzündlich ist. Aufgrund der Hanglage ist mit einer schnellen Brandausbreitung zu rechnen.

Auftrag:

Verhindern Sie durch eine Brandbekämpfungsmaßnahme die weitere Brandausbreitung und einen Übergriff der Flammen über den von Ost nach West verlaufenden Waldweg in Richtung Wildemann.

 

Für die Einsatzkräfte aus Peine war die Herausforderung das Befahren der engen Forstwege mit kurvenreichen auf- und ab sowie die Einrichtung der Wasserentnahme- und Wasserübergabestelle im Bereich des Spiegeltaler Teiches mit nicht unerheblichen Höhenunterschied.

 

Nach der zweiten und dritten Teichrunde der ortsfremden Tanklöschfahrzeuge konnte die Fahrgeschwindigkeit im Rundkurs auch erhöht werden.

 

Alle Aufgaben wurden zufriedenstellend erledigt und die Brandbekämpfung erfolgte professionell in guter Zusammenarbeit.


Gegen 13.00 Uhr war der Abbau erledigt und es ging in die wohlverdiente Mittagspause.

 

Das Versorgungsteam der Freiwilligen Feuerwehr Wildemann hatte die Feuerwache eingerichtet, um die Einsatzkräfte zu verpflegen.

 

Um 14.30 Uhr wurde die Ruhezeit beendet und es hieß „abrücken zur zweiten Übung“.


Schadenslage der zweiten Übung:

Im Bereich des sog. „Kellers“ kam es zu einem Vegetationsbrand (Bodenfeuer) mit einer Fläche von 10 ha. Es besteht die Gefahr der weiteren Brandausbreitung in den nördlichen Bereich, der Aufgrund der Trockenheit leicht entzündlich ist.


Auftrag:

Verhindern Sie durch eine Brandbekämpfungsmaßnahme die weitere Brandausbreitung nach Norden und einen Übergriff der Flammen über die dort verlaufenden Waldwege.

Im Bereich des Waldweges besteht nicht die Möglichkeit des Begegnungsverkehrs.

Das Vorbeifahren ist nur auf Höhe des „Scharfen Ecks“ möglich.

Hierzu ist ein dort geeigneter Sicherheitsposten zu stellen, der die Koordination der Fahrzeuge vornimmt.

Die Löschwasserabgabe ist anhand der Fahr- und Füllzeiten der Tanklöschfahrzeuge zu kalkulieren.

Es ist auf eine ausreichende Löschwasserreserve für Notfälle zu achten.

 

Wie im Ernstfall durchaus möglich, behinderten umgefallene Bäume die Zufahrt zur Einsatzstelle und mussten beseitigt werden, um eine ungehinderte Durchfahrt zu gewährleisten.

 

An der Einsatzstelle stand ein 3.000 Liter Faltbehälter zur Verfügung und wurde als Puffer für die Wasserversorgung der vorgehenden Löschmannschaften genutzt. Dieser war ständig gefüllt zu halten um die Brandbekämpfung und Eigensicherung nicht zu gefährden.

 

Der sogenannte „Pendelverkehr“ forderte den dort eingesetzten Abschnittsleiter mit der Koordination der Fahrten der Tanklöschfahrzeuge um ein Aufeinandertreffen zu vermeiden.

 

Die Einsatzstelle war mit Effekten belegt, um einen Vegetationsbrand einigermaßen darzustellen. Nebelmaschinen waren im Einsatz und zur Andeutung von Glutnestern im Bodenfeuer waren LED-Leuchten auf dem Waldboden verteilt.

 

Im Einsatzgebiet sollten besondere Beachtung das Vorhalten genügender Löschwassermengen sowie der optimale Einsatz der vorhandenen Mannschaften finden. Hier hat sich gezeigt, dass klare Befehlsgebung und Absprachen der Einheitsführer untereinander wichtig für einen Einsatzerfolg sind.

 

Alle Glutnester (LED-Lichter) wurden bekämpft (gefunden) und keine Tanklöschfahrzeuge kamen sich auf der Zubringerstrecke in die Quere.

 

Somit: Feuer aus und Aufgabe gelöst!


Nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft und Abschlussbesprechung konnte gegen 18.00 Uhr der Feierabend eingeläutet und der Grill angeschmissen werden.

Natürlich war auch dafür gesorgt, dass genügend kühle Getränke zur Verfügung stehen.

 

Da die Kameradinnen und Kameraden aus Peine erst am Sonntag die Rückreise eingeplant hatten, wurde die Feuerwache und dankenswerterweise auch der angrenzende Jugendraum zur Übernachtung zur Verfügung gestellt. Für die mögliche Nutzung der Sanitäranlagen bedanken wir uns bei der TSG Wildemann.

 

Unter dem Motto „Kameradschaftspflege“ wurde ein gemütlicher Abend verbracht und der Erfahrungsaustausch in privater wie feuerwehrtechnischer Sicht bis in die Morgenstunden vertieft.

Alles in allem hat es den Mitgliedern der Kreisfeuerwehrbereitschaft Peine in Wildemann gefallen und uns Spaß gemacht, die Übungen auszuarbeiten und die Kameradinnen und Kameraden aufzunehmen und zu betreuen.

 

Wir werden auf jeden Fall weiter in Kontakt bleiben!

 

Einen Dank möchte ich nicht nur meinen Kameraden aussprechen, die mit der Ausarbeitung und Durchführung der Übungen sowie der Betreuung und Verpflegung der Einsatzkräfte betraut waren.

 

Ein besonderer Dank geht an die niedersächsische Landesforstverwaltung mit den Forstämtern

  • Clausthal-Zellerfeld
  • Seesen und
  • Riefensbeek

mit den dazugehörigen Revierförstereien, die uns in der Vorbereitung und Durchführung der Übungsszenarien mit Rat und Tat zur Seite standen.


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4. März 2026
Am Samstag, dem 14. Februar 2026, wurden wir um 15:26 Uhr zu einem gemeldeten Gasgeruch in einem Gebäude im Bohlweg alarmiert. Der Geruch wurde aus einer Abstellkammer wahrgenommen und gemeldet. Ein Trupp ging zur Erkundung ins Gebäude vor und führte Messungen mit entsprechenden Messgeräten durch, im weiteren Verlauf kam auch ein Mitarbeiter des Energieversorgers. Dabei konnte kein Gasaustritt festgestellt werden, auch Gasgeruch war nicht wahrnehmbar.
4. März 2026
Am 06.02.2026 fand unsere Jahreshauptversammlung statt. Ortsbrandmeister Martin Urlaub eröffnete die Versammlung und stellte mit 26 Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung die Beschlussfähigkeit fest. Er begrüßte die gut besuchte Veranstaltung mit rund 80 Gästen, unter anderem Kreisbrandmeister Udo Löprich, Stadtbrandmeister Markus Fink, den stellvertretenden Ortsbürgermeister Michel Hus sowie die Vertretungen der einzelnen Wehren im Stadtgebiet und unsere befreundeten Wehren aus Bad Grund, Lautenthal und Hahnenklee. Den Tagesordnungspunkt „Jahresrückblick 2025“ übergab Ortsbrandmeister Martin Urlaub nach Rücksprache an Michael Habekost. Der Grund hierfür war, dass Michael Habekost seinen Posten als Ortsbrandmeister aus privaten Gründen zum 01.01.2026 niedergelegt hat und somit im Jahr 2025 noch im Amt war. Martin Urlaub wollte ihm daher die Ehre überlassen, sodass ein runder Abschluss stattfinden konnte. In diesem Jahr gab es auch wieder Ernennungen. Zum einen wurde Patrick Urlaub zum Schriftwart ernannt und löste damit Thorben Arneke ab, da Thorben seit dem 01.01.2026 stellvertretender Ortsbrandmeister ist. Zum anderen wurden Christian Krüger und Kai Lehmann für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt. Befördert wurden Tobias Mai und Steffi Hus zu Oberfeuerwehrleuten, Pascal Mai und Tobias Nösel zu Brandmeistern, Thorben Arneke zum Oberbrandmeister sowie Martin Urlaub zum Oberbrandinspektor. Zum Schluss wurde Michael Habekost als Ortsbrandmeister verabschiedet. Als Dank für seine jahrelange Arbeit erhielt er einen Geschenkkorb mit all den Dingen, die er besonders mag. Zusammengefasst war es eine gelungene Jahreshauptversammlung.
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