HeartSine samaritan PAD 300P

Im Rahmen der Jahresdienstversammlung wurde uns – wie berichtet – von der „Weihnachtsmarkt-Interessengemeinschaft Wildemann“ (Doris Gehrke-Denis, Oliver Heinicke, Helmut Lehrmann) ein AED ( Automatisierter Externer Defibrillator) überreicht.

 

Der Automatisierte externe Defibrillator ist ein medizinisches Gerät zur Behandlung eines Kreislaufstillstandes durch Abgabe von Stromstößen.

 

Im Gegensatz zu Defibrillatoren aus dem Rettungsdienst oder der Klinik sind AED durch ihre Bau- und Funktionsweise besonders für Laienhelfer geeignet.

 

Zu Beginn eines Kreislauf-Stillstandes tritt in über 80 % aller Fälle ein Kammerflimmern auf.

 

Ein Kammerflimmern ist die schwerste Herzrhythmusstörung.

Der Taktgeber des Herzens, der sogenannte Sinusknoten hat die Kontrolle verloren; keine der Arbeiterzellen funktioniert mehr im Takt, sondern macht was Sie möchte, sodass eine regelmäßige Pumpfunktion des Herzens nicht mehr möglich ist. Das Herz ist somit nicht in der Lage Blut in den Kreislauf zu pumpen, sodass eine Versorgung der lebenswichtigen Organe mit Sauerstoff nicht mehr gewährleistet ist.

Der Betroffene verliert in kürzester Zeit das Bewusstsein, auch seine Atmung setzt aus.

 

Diese Situation ist im höchsten Maße lebensbedrohlich !


Um die prozentuale Überlebenschance zu maximieren, ist es zunächst wichtig, dass neben dem Absetzen des Notrufes sowohl mit einer Herz- Lungen-Wiederbelebung – einer guten Herzdruckmassage begonnen wird – als auch ein AED (Automatisierter Externer Defibrillator; Synonym für Erste-Hilfe-/ Erst-Helfer-/ Laien-Defibrillator) schnellstmöglich zum Einsatz kommt.


Entscheidend für den Ausgang des Betroffenen sind die ersten drei Minuten.

Hier liegt die Chance des Überlebens bei über 70%, insofern schnellstmöglich mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen und ein AED eingesetzt wird.



Die Bedienung des automatisierten externen Defibrillators ist sehr einfach.

Sie wird durch gerätespezifische Piktogrammaufkleber oder durch eine multimediale Menüführung des Gerätes erklärt.


Einfach gesagt analysiert die Software nach dem Anlegen der Klebeelektroden den Herzrythmus und entscheidet, ob ein Kammerflimmern vorliegt. Erst dann schaltet der AED die Funktion der Defibrillation frei, welche anschließend vom Ersthelfer ausgelöst werden muss.


Der uns überreichte Defibrillator dient in erster Linie dem Selbstschutz der Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Wildemann im Einsatz- und Ausbildungsdienst.


Besonders die Atemschutzgeräteträger stehen im Einsatz wie auch im Rahmen der Ausbildung unter einer hohen physischen und psychischen Belastung. Ein schnelles Eingreifen in Notsituationen muss gewährleistet werden.


Hier eine kurze Beschreibung unseres Gerätes:


Es handelt sich um einen HeartSine samaritan PAD 300P.


Der Samaritan PAD 300P eignet sich für Unternehmen, Institutionen, Vereine, Behörden und Arztpraxen – einfach gesagt: Für Jedermann ! Denn: einsetzbar ist er sowohl von untrainierten Laien, als auch von geschulten Rettern !


Gut verständliche Sprachanweisungen und aufleuchtende Piktogramme leiten den Ersthelfer durch die einzelnen Schritte der Wiederbelebung. Das Gerät analysiert automatisch den Herzrhythmus, ob eine Defibrillation nötig ist oder nicht. Nur wenn dies erforderlich ist, wird der elektrische Impuls durch Drücken der „Schocktaste“ ausgelöst, um den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen.



Der 300P gibt dem Benutzer sowohl auditive als auch visuelle Hilfestellungen und leitet den Benutzer durch die Notsituation.



Die Positionen der anzubringenden Elektroden sind auf den Pads abgebildet und können schnell gefunden werden.

 

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren absolvieren vor ihrer Grundausbildung eine Erste-Hilfe-Ausbildung im Rahmen von 16 Unterrichtsstunden.

 

In Wildemann werden die Ausbildungen in Erste-Hilfe in regelmäßigen Abständen angeboten, durchgeführt und wiederholt.

 

Nur so ist ein solider Ausbildungsstand zu gewährleisten.

 

Für den Einsatz eines Defibrillators ist es zudem erforderlich, dass die Anwender an dem Gerät geschult werden und an diesem eine ausführliche Einweisung erfahren.

 

Defibrillatoren fallen nach dem Medizinproduktegesetz unter die Kategorie II b und weisen damit ein nach gesetzlicher Definition erhöhtes methodisches Risiko auf.

 

Danach muss jeder Anwender eine autorisierte Einweisung in das Gerät erhalten. Nach der Medizinprodukte-Betriebsverordnung dürfen sogenannte aktive Medizinprodukte, die auf eine Strom- oder andere Energiequelle angewiesen sind - z.B. Defibrillatoren - nur nach spezieller Einweisung angewendet werden.

 

Lokalnachrichten aus München und Umgebung

23. März 2012

Unfall in Kegelbahn: Hauseigener Defibrillator rettet Leben

München. Das schnelle Eingreifen zweier Krankenschwestern und eines Vereinmitglieds, sowie der Einsatz des in der Kegelbahn vorhandenen Defibrillators, hat gestern Abend einer 62-Jährigen das Leben gerettet.

Nachdem die Hobbykeglerin beim Aufnehmen der Kugel plötzlich bewusstlos
zusammenbrach, erkannten die Retter den Ernst der Lage sofort und begannen
unverzüglich mit der Reanimation.

Der im Verlauf der Maßnahmen eingesetzte automatische Defibrillator löste einen Stromstoß bestimmungsgemäß aus.

Beim Eintreffen der First-Responder-Mannschaft der Feuerwehr und des
Rettungsdienstes war die Patientin bereits wieder ansprechbar. Sie konnte mit einem stabilem Eigenrhythmus in eine Münchner Klinik transportiert werden.

Quelle: Feuerwehr München