Schornsteinbrand

Schornsteinbrände waren das Thema eines unserer Dienstabende zu Jahresbeginn.


Hierzu hatten wir den für unseren Wohnbereich zuständigen Bezirksschornsteinfeger, Torsten Schimkowiak, eingeladen.


Es war ein interessanter Informationsabend und Erfahrungsaustausch über die Entstehung eines Schornsteinbrandes seitens des Schornsteinfegers und der Einsatztaktik aus Sicht der Feuerwehr.


Die örtlichen Betreiber von Holzbrandanlagen wurden im Jahre 2011 von den Schornsteinfegern über die richtige Anwendung und Wirkungsweise des Brandgutes „Holz“ informiert. Von der Lagerung, erforderlichen Trocknung bis hin zum richtigen Anzünden der Feuerstelle wurden Informationen gegeben, um Schadensereignisse zu vermeiden.


Sollte es widererwartend doch zu einem Schornsteinbrand kommen oder ein solcher vermutet werden, gibt es nur eine richtige Vorgehensweise:


Sofort die Feuerwehr über Telefon 112 anfordern !


Diese informiert den Bezirksschornsteinfeger, der ebenfalls zum Einsatzort kommen und die Feuerstelle und den Schornstein prüfen wird.


Scheuen Sie sich nicht, die Notrufnummer in Anspruch zu nehmen und die Feuerwehr zu rufen, denn jede Minute zählt und jede verstrichene Minute kann den Schaden nur vergrößern.

Ursache und Wirkung von unkontrollierten Schornsteinbränden

Brennstoffe wie Holz oder Braunkohle, haben Bestandteile die zur Teerbildung

neigen. Der unsachgemäße Umgang oder falsche Betriebsweise können zur

Ablagerung von Glanz- oder Hartruß im Ofen oder Schornstein führen, die

auch mit herkömmlichem Kehrwerkzeugen nicht entfernt werden können.

Der Schornsteinfeger nennt folgende Ursachen:

Feuchte Brennstoffe, ungeeignete Feuerstätten, falsche Bedienung, falscher

Brennstoff für die Feuerstätte, Verbrennungsluftmangel und falsche Brennstoff-

größe.

Die Feuerwehr und der Schornsteinfeger klären auf:

Kommt es zur Ablagerung fester Rußschichten und Teerbeläge im Schornstein,

kann es unter bestimmten Voraussetzungen zu einer unbeabsichtigten Entzündung

dieses Rußes kommen. Die Temperaturen im Schornstein liegen bei einem Brand

zwischen 1000°C und 1300°C. Deshalb darf der Rußbrand im Schornstein auch

nie mit Wasser gelöscht werden !

 

Nur 1 Liter Wasser verdampft zu 1700 Liter Wasserdampf. Es besteht absolute

Verbrühungsgefahr und der Schornstein wird durch die Abkühlung schlagartig

zerstört.

 

Bei einem Rußbrand vergrößert sich die Masse des Rußes um das 10-fache.

Der Schornstein brennt zu. Die Ableitung von Rauch und Abgas wird dadurch

erheblich behindert. Wird der Schornstein dann nicht mit Spezialwerkzeugen

freigehalten kommt es zum Überdruck im Schornstein. In Verbindung mit bau-

lichen Mängeln oder Materialschwächen, kann es zu einer Ausbreitung des

Brandes in den Wohnbereich kommen.

 

Beim Schornsteinbrand heißt es Ruhe zu bewahren und gezielt handeln !!!
Die Feuerwehr über 112 sofort informieren!