Der plötzliche Herztod

Der plötzliche Herztod ist mit über 100.000 Todesfällen im Jahr Todesursache Nr. 1 in Deutschland. Doch es trifft nicht immer nur ältere und chronisch Kranke - auch jüngere Menschen können davon betrroffen sein. Bleibt das Herz stehen, vergehen nur wenige Minuten bis das Gehirn durch einen Sauerstoffmangel bleibende Schäden erleidet - Ohne Hilfe durch Ersthelfer liegen die Überlebenschancen bei wenigen Prozent. Doch es gibt eine Möglichkeit, den Betroffenen zu retten: Die Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Kreislaufstillstand erkennen

Zunächst muss durch lautes Ansprechen geprüft werden, ob der Patient noch ansprechbar ist - ist dies nicht der Fall muss sofort Hilfe hinzugeholt werden.

 

Als nächstes wird der Kopf überstreckt und die Atmung überprüft. Ist keine (ausreichende) Atmung vorhanden muss der Rettungsdienst alarmiert und SOFORT mit der Herzdruckmassage begonnen werden. KEINE ATMUNG = KREISLAUFSTILLSTAND

 

Ablaufschema aus: BGI/GUV-I 503 / DGUV Information 204-006 - Anleitung zur Ersten Hilfe

Hierzu ist der Oberkörper frei zu machen, anschließend wird im unteren Drittel des Brustkorbes ein Handballen auf den anderen gesetzt und der Brustkorb ca. 5-6cm tief eingedrückt. Die optimale Frequenz liegt bei 100-120/min.

 

Nach 30 Herz-Druckmassagen erfolgen 2 Beatmungen (Kopf wieder überstrecken!)

Sollte die Beatmung misslingen oder kann sie aus anderen Gründen (z.b. Ekel) nicht durchgeführt werden, ist in jedem Falle die Herzdruckmassage fortzusetzen!

Frühdefibrillation

In den letzten Jahren wurde erkannt, dass die Herz-Lungen-Wiederbelebung allein meist nicht ausreicht, um das Herz wieder zum Schlagen zu bekommen. Grund hierfür ist das sog. "Kammerflimmern", d.h. das Herz fängt unkontrolliert an zu Zucken, ohne dabei Blut zu pumpen. Dieses Kammerflimmern muss durch einen kontrollierten elektrischen Stromstoß beendet werden - Der Fachbegriff nennt sich "Defibrillation".

 

Um diese Defibrillation so früh wie möglich durchführen zu können, wurden extra für Laienhelfer die sogannten AED's (Automatischer Externer Defibrillator) entwickelt. Diese computergestützten Systeme entscheiden selbstständig, ob ein Schock erforderlich ist und stehen dem Ersthelfer als Anleiter zur Verfügung. AED's werden auf immer mehr öffentlichen Plätzen wie Bahnhöfen, Schwimmbäder und Einkaufszentren stationiert, um im Erstfall schnell darauf zurückgreifen zu können. Auch die Feuerwehr Wildemann besitzt zum Schutz der Einsatzkräfte und zur Absicherung von Veranstaltungen ein solches Gerät, welches uns freunlicherweise von der Interessengemeinschaft Weihnachtsmarkt Wildemann gesponsort wurde.

Siehe "Defibrillator".

Kennzeichnung eines AED-Standortes

Bis der Defibrillator auf dem Patienten ist, wird die Herz-Lungen-Wiederbelebung fortgesetzt. Nach dem Einschalten sind die Anweisungen des Gerätes zu befolgen.