Brandeinsatz am 18.11.2015

(c) Goslarsche Zeitung/ Peter Weiß
 
Bericht der Goslarsche.de:
Die seit Jahren leerstehende „Villa Macke“ in der Schützenstraße ist am frühen Morgen ausgebrannt. Die Meldung ging um 4:16 Uhr bei der Feuerwehr ein. 80 Feuerwehrleute aus Clausthal-Zellerfeld, Wildemann und Lautenthal mussten alle Register ihres Könnens ziehen.
live.goslarsche.de|Von Goslarsche Zeitung, GZ, GZ live, Redaktion
 

Einsatzbericht

Die Freiwilligen Feuerwehren Wildemann und Clausthal-Zellerfeld sowie der Rettungsdienst Goslar wurden um 04.16 Uhr mit der Durchsage „Einsatzalarm F 03 – Feuer groß – Adresse Wildemann – Lage: Brennt Wohnhaus“ über Funkmeldeempfänger alarmiert.

 

Bereits bei Anfahrt des Objektes konnte die erhebliche Brandausbreitung durch den Feuerschein wahrgenommen werden. Dachstuhlbrand in voller Ausdehnung.

 

Erste Fahrzeuge vor Ort

04.26 Uhr – Tanklöschfahrzeug Wildemann

04.31 Uhr – Löschgruppenfahrzeug Wildemann

04.34 Uhr – Tanklöschfahrzeug Clausthal-Zellerfeld

04.35 Uhr – Löschgruppenfahrzeug Clausthal-Zellerfeld

              – Rettungstransportfahrzeug Rettungsdienst

04.37 Uhr – Einsatzleitfahrzeug Clausthal-Zellerfeld

              – Drehleiter Clausthal-Zellerfeld

04.38 Uhr – Notarzteinsatzfahrzeug Rettungsdienst

 

Nachfolgend

Mannschaftstransportfahrzeug Wildemann

Rüstfahrzeug Clausthal-Zellerfeld

Tanklöschfahrzeug Clausthal-Zellerfeld

Mannschaftstransportfahrzeug Clausthal-Zellerfeld

Gerätefahrzeug Clausthal-Zellerfeld

 

Um 05.01 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Lautenthal zur Unterstützung bei der Wasserversorgung alarmiert und war mit dem Löschgruppenfahrzeug und dem Mannschaftstransportfahrzeug vor Ort.

 

Besondere Herausforderung für die Einsatzkräfte war die Lage im Hangbereich und schmale Straßenführung vor dem Objekt. Die in diesem Bereich vorbeiführende „Schützenstraße“ ist als Einbahnstraße ausgewiesen und weist einige Engstellen auf, die für Großfahrzeuge besonderes Augenmerk bedürfen.

 

Luftlinie beträgt die Entfernung des Hauses zur Straße zwar nur 25 Meter, ist jedoch nur über eine etwa 100 m lange schmale Zuwegung, einem sogenannten „Zick-Zack-Weg“, zu erreichen. Das Höhenprofil zwischen Haus und Straße beträgt rund 9 Höhenmeter und ist vergleichbar mit einem Aufstieg in den 3. Stock eines Hauses. Eine besondere Anforderung an die Atemschutzgeräteträger mit ihrer Ausrüstung. Aber auch für die Einsatzkräfte bei der Verlegung der Wasserversorgung.

 

Da ein Innenangriff aufgrund der bereits eingetretenen erhöhten Brandausdehnung nicht möglich war, konnte nur ein Außenangriff vorgenommen werden. Um das Haus wurden die Wasserabgabestellen eingerichtet. Von der Straße her wurde die Drehleiter mit dem Wenderohr eingesetzt, um das Feuer im Dachstuhl zu bekämpfen.

 

Um 06.05 Uhr konnte „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden.

 

Ein Zugang in das Haus war jedoch noch nicht möglich und erfolgte erst um 07.43 Uhr über ein Fenster im Obergeschoß auf der Rückseite des Hauses. Jetzt waren die Atemschutzgeräteträger gefordert. Von hier aus kämpften sich die Einsatzkräfte unter schweren Atemschutz ins Dachgeschoß vor. Nur durch eine direkte Brandbekämpfung und dem Ablöschen der ausgedehnten Brandstellen war ein Löscherfolg möglich. Die Witterung erschwerte den Einsatzkräften jedoch die Arbeit, da starke Winde die abgelöschten Brandstellen immer wieder anfachte.

 

Erst um 09.47 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet und mit dem Rückbau von Wasserversorgungsleitungen begonnen werden.

 

Für die Ortsfeuerwehr Clausthal-Zellerfeld war ein Einsatzende in Wildemann gegen 11.30 Uhr gegeben, wobei sich umfangreiche Reinigungsarbeiten in der Feuerwache CLZ anschlossen.

 

Brandwache und Nachkontrolle etwaiger Brandnester übernahm die Ortsfeuerwehr Wildemann.

Für sie war Einsatzende gegen 17.00 Uhr.

 

Der im Einsatzverlauf anwesende Kreisbrandmeister sowie der als Einsatzleiter fungierende Stadtbrandmeister konnten den Einsatzkräften eine professionelle Arbeit bescheinigen.

 

Das Polizeikommissariat Oberharz war ebenfalls anwesend und die Kriminalpolizei Goslar hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

Nachfolgend einige Einsatzfotos zum Einsatzablauf.

 

Thomas Sudhoff

Ortsbrandmeister