Besuch der Brandübungsanlage Bad Gandersheim

Die Freiwillige Feuerwehr Wildemann verfügt zurzeit über 18 einsatztaugliche Atemschutzgeräteträger (AGT).

 

12 der AGT´s nahmen an einer sogenannten „Heißausbildung“ in der Brandübungsanlage Bad Gandersheim teil.

 

Die für unseren Bereich zuständige Feuerwehrunfallkasse propagiert unter

 

http://www.fuk.de/news/heissausbildung/

 

die Erforderlichkeit derartiger Ausbildungen.

 

Bei der in dieser Dokumentation beschriebenen Brandübungsanlage handelt es sich um die von uns besuchte Ausbildungsstätte in Bad Gandersheim, die unter dem Link

 

http://www.bc-gandersheim.de/

 

ausführlich beschrieben ist.

 

Die Erfahrungen, die unsere teilnehmenden AGT an diesem Vormittag gesammelt haben, können nicht durch Objekt- oder sonstige Einsatzübungen vermittelt werden.

 

In den zum Teil gut vorbereiteten und inszenierten „Kaltausbildungen“ - auch unter Einsatz von Nebelgeräten – kann der direkte Kontakt mit dem Element Feuer und die direkte Hitzeeinwirkung nicht dargestellt und wiedergegeben werden.

 

Im Rahmen dieser Ausbildung wird den Einsatzkräften aufgezeigt, welche Belastungen im realen Einsatzfall auf sie zukommen können und welche Einsatztaktik anzuwenden ist.

 

Wer von den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren hat schon einmal einen Großbrand miterlebt und dem Feuer gegenüber gestanden oder war von ihm umgeben ?

 

Meistenteils sind es ältere Kameraden die in ihrer langjährigen Dienstzeit so etwas schon einmal mitgemacht und miterlebt haben.

Der Großteil der aktiven Mitglieder wird aber solche Situationen noch nicht kennen – aber:

 

„Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss.“

 

Jederzeit können derartige Situationen auf uns als Einsatzkräfte zu kommen und man sollte jedem Atemschutzgeräteträger auf derartige Situationen schulen und die Grenzen aufzeigen an die er physisch und psychisch kommen kann.

 

Die Gestaltung und der Ablauf der Ausbildung in der Brandübungsanlage waren professionell.

 

Die Atemschutzgeräte wurden von der FTZ gestellt und durch die Teilnehmer aufgerüstet.

 

Der erste Durchgang mit jeweils 4 AGT diente der Wärmegewöhnung und dem Kennenlernen der Räumlichkeiten.

 

Hierfür, wie auch für die weiteren Durchgänge, wurde der Brandraum auf bis zu 300 Grad aufgeheizt und eingenebelt.

 

Die Ausbildung im Rahmen der Brandbekämpfung erfolgte in zweier Teams.

 

Alle Durchgänge wurden durch einen Ausbilder (Angehöriger der Berufsfeuerwehr) begleitet und danach das Vorgehen bewertet.

 

Diese Nachbesprechungen sind besonders wichtig um den Einsatzkräften aufzuzeigen, wie das Vorgehen und der Strahlrohreinsatz noch verbessert werden kann.

 

Alles in Allem war es für unsere Teilnehmer ein Ausbildungsdienst, der etwas gebracht hat und in Erinnerung bleiben wird. Nötigenfalls im Realeinsatz !

 

Im Rahmen dieser Ausbildung werden keine Heros geboren, die meinen jetzt die neuen „Backdraft –Jünger“ zu sein. Vielmehr werden die Teilnehmer im Hinblick auf evtl. Einätze dieser Art sensibilisiert und aufgezeigt, wo die Grenzen liegen.

 

Der Besuch einer derartigen Anlage sollte als Ausbildungseinheit in die AGT-Lehrgänge eingebunden und in die Fortbildungsforderung der FwDV 7 einfließen.

 

Abschließend ein besonderer Dank an Klaus Brackmann, Sascha Hase, Marco de Klein und Daniel Brandt, die uns an diesem Tag in der Brandübungsanlage betreut haben.

 

Die nachstehenden Fotos geben einen kleinen Einblick über den Ablauf und Aktivitäten die wir absolviert haben.