Übung am 19.06.2015

Übungszenario:

Aufgrund eines Erdrutsches kam es zu einem Verbruch auf dem Hauptweg, ca. 30m vom Mundloch entfernt. Durch einen Kurzschluss kam es zum Ausfall der Beleuchtung in der gesamten Anlage. Es befanden sich noch 2 Personen unter Tage im Maschinenraum: Neben dem Stollenführer galt es eine weitere Person mit Unterschenkelfraktur (Dummy) zu retten.

 

Übungsverlauf:

Nach Eintreffen des 14-21-44 führte der Fahrzeugführer zusammen mit 2 Trupps, welche mit med. Notfallrucksack, Bergetuch und SKED-Trage ausgerüstet waren, eine Lageerkundung durch: Nach Öffnung des Stollenmundloches mit Feuerwehrschlüssel wurde ein Verbruch des Hauptweges festgestellt und der Rückzug angetreten. Die Kräfte wurden zwecks Rettung über den Notausgang zur Pumpstation im Sonnenglanz geschickt.

In dieser Zeit besetzte der Fahrzeugführer des Löschgruppenfahrzeuges den Funktionsraum im Übertage-Gebäude und stellte eine telefonische Verbindung zum Maschinenraum her. Der Stollenführer bestätigte aus dem Maschinenraum, dass eine weitere verletzte Person bei ihm sei. Die vorgehenden Trupps, welche mit einem Gaswarnmessgerät ausgestattet waren, suchten mittels Handlampen und Wärmebildkamera die Strecke bis zum Maschinenraum ab und begannen mit der Erstversorgung und Umlagerung auf die SKED-Trage.

Da die Kommunikation über 2m-Funkgeräte untertage nicht möglich ist, kommunizierte der Rettungstrupp über das Telefon im Maschinenraum mit dem Fahrzeugführer übertage. Die vorgehenden Trupps begannen mit der Menschenrettung und transportierten den Verletzten mittels SKED-Trage über den Notausgang nach draußen. Nach Übergabe an den Rettungsdienst war die Übung beendet.

Anschließend fand zusammen mit dem hauptamtlichen Stollenführer Helmut Kröner eine Begehung der Anlage statt. Es wurden für den Einsatz der Feuerwehr relevante Punkte auf der Strecke aufgezeigt und Rettungsmöglichkeiten diskutiert. Insbesondere wurde der Umgang mit dem Kehrrad bei laufendem Betrieb erläutert.

 

Fazit:

Neben der Forderung einer jährlichen Übung ist auch der Erkenntnisgewinn der Ortsfeuerwehr ein wichtiger Bestandteil der Auswertung. Die FF Wildemann wird die in der Übung gewonnenen Ergebnisse in den neueingeführten Feuerwehr-Einsatz-Plan einfließen lassen, um zukünftig eine noch effizientere Einsatzabarbeitung zu gewährleisten.

 

Nachstehend ein paar Fotos vom Einsatzverlauf:

Auf dem Weg zum Stollen-Haupteingang.
Einsatzbereit am Stollenmundloch.
Hauptzugang durch Geröll versperrt.
Am 2. Zugang, dem Notausgang "Am Sonnenglanz".
Im Stollen - Maschinenraum erreicht.
Der Stollenführer ist erreicht und gibt Auskunft.
Telefonische Lagemeldung aus dem Maschinenraum an die Einsatzleitung.
Nach dem Einsatz am Notausgang mit dem Übungsleiter.
Nachbesprechung am Stollenmundloch.